Klasse: Säugetiere / Mammalia |
Überordnung: Laurasiatheria |
Ordnung: Unpaarhufer / Perissodactyla |
Familie: Pferde / Equidae |
Gattung: Pferde / Equus |
Art: Steppenzebra / Equus quagga |
Unterart: Böhm- oder Grant-Zebra / Equus quagga boehmi |
Englisch: | Zebra | Swahili: | Punda Milia |
Unter allen Zebraarten sind die Steppenzebras am weitesten verbreitet. Man findet sie in den Steppengebieten vom südlichen Sudan und Südäthiopien über die Savannen Ostafrikas bis nach Süd- und Südwestafrika. Böhm- oder Grant-Zebras sind eine Unterart der Steppenzebras, die hauptsächlich im Osten Afrikas, in Kenya, Tanzania, Uganda, dem Sudan und im östlichen Sambia leben.
Ihre Schulterhöhe liegt bei etwa 123 bis 140 Zentimetern, sie werden etwa 2,30 Meter lang, um die 230 Kilogramm schwer und ihre Lebenserwartung liegt bei 20 bis 30 Jahren. Steppenzebras leben in Familiengruppen zusammen, deren Größe je nach Nahrungsangebot des jeweiligen Lebensraumes variiert. Normalerweise bestehen sie aus einem Hengst, einer oder mehreren Stuten und deren Nachwuchs. Zeitweilig schließen sich diese Kleingruppen zu größeren Herden zusammen und mischen sich dabei auch mit anderen Gattungen wie z. B. Gnus. Zebras bleiben immer dicht beisammen und stehen beim Grasen in entgegengesetzten Richtungen, so dass das Blickfeld der einzelnen Tiere, die übrigens über ein sehr gutes Sehvermögen verfügen, für alle zusammen die gesamte Umgebung abdeckt.
Steppenzebras und Weißbartgnus ziehen nicht von ungefähr gerne zusammen durch die Savanne. Zum einen bietet eine möglichst große Gruppe dem einzelnen Tier einen größeren Schutz vor Raubtieren. Zum anderen konkurrieren sie aber auch nicht um das gleiche Futter, denn während sich die Zebras von faserigen, hohen Gräsern ernähren, fressen die Gnus die darunter liegende Grashöhe ab.
Das eine weiße Grundfarbe aufweisende Zebrafell ist mit einem schwarzen Streifenmuster bedeckt, dessen Struktur bei jedem Tier ebenso individuell wie der Fingerabdruck des Menschen ist. Zebrafohlen, die bei ihrer Geburt etwa 30 Kilogramm wiegen und ein wuscheliges, längeres Haarkleid besitzen, prägen sich das individuelle Streifenmuster ihrer Mutter genau ein, um diese jederzeit wiederfinden zu können. Die schwarz-weißen Steifen sind wahrscheinlich ein genialer Schachzug der Evolution, um die Zebras zu tarnen. Zum einen dient diese Tarnung dem Schutz vor Tsetsefliegen, deren Facettenaugen die Streifen nicht auseinanderhalten und somit das Tier nicht erkennen können. Zum anderen tarnt das Streifenmuster aber auch Individuen innerhalb der Zebragruppe, indem Raubtiere in dem Streifengewirr keine einzelnen Tiere mehr ausmachen und als Beute auswählen können.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|
|